Akademie der Lebensfreude Irmgard Braun
 

Tag für Tag mehr LebensFreude! Kalender 2019

Bunte Bilder zur Frontseite LebensFreude Kalender Kleines Mädchen schaut verschmitzt aus Holzkletterturm

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FREUDE schenken...!

Inspiration, Motivation und Lebensfreude für jeden Tag!
Jahreskalender im Format A4, auf 38 Seiten,
mit Bildern von Sandra Schott (geb. Bachhuber!);
erbauliche Lebensweisheiten für die Seele, liebevoll gesammelt
und ergänzt mit Texten von Irmgard Maria Braun,
wundervoll gestaltet von Designerin Michaela Adler.

...und Gutes tun!

1,-- € je verkauften Kalender geht an house of hope,
dem Kinderhilfswerk für Kinder in München, Thailand, Sri Lanka, Myanmar

18,-- €/Stck.
zuzgl. Versandkosten

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oder telefonisch unter Tel.Nr. 08732/9395444

info@akademie-lebensfreude.de


Buchempfehlungen...


Geschichten zum Nachdenken

Immer mehr!

Sandstrand von Salgados PortugalIn einem Hafen liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein Tourist kommt hinzu und spricht ihn an: Sie werden heute einen guten Fang machen. Kopfschütteln des Fischers. Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist. Kopfnicken des Fischers. Sie werden nicht mehr ausfahren? Die knappe Antwort des Fischers: Ich bin heute Morgen schon ausgefahren. Aber wenn Sie heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal ausführen, würden Sie drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen! Der Fischer nickt. Sie würden, fährt der Tourist fort, nicht nur heute, sondern an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren – wissen Sie, was geschehen würde? Der Fischer schüttelt den Kopf. In einem Jahr könnten Sie einen Motor kaufen, in drei oder vier Jahren vielleicht einen kleinen Kutter haben, ein Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik. Sie könnten ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren – und dann..., dem Fremden verschlägt es vor Begeisterung die Sprache. Dann, fährt er mit stiller Begeisterung fort, dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen und in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken. Das tue ich ja schon jetzt, sagt der Fischer und schließt langsam wieder die Augen. (Nach Heinrich Böll aus "Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten" erschienen bei Andere Zeiten e.V., Hamburg 2006)

Ich hab' Dich geschickt!

gelbe Sonne Hintergrund Orange Engelfluegel im VordergrundEine Frau reiste durch die Lande um die Schönheiten der Welt zu entdecken. Dabei wurde Sie gewahr, wieviel notleidende, arme und kranke Menschen es doch überall gab. Sie sah ein kleines Mädchen, das mit seinen dünnen abgemagerten Ärmchen um Brot bettelte. Da sprach die Frau zu Gott: "Lieber Gott, wie kannst Du nur zulassen, dass dieses Mädchen solche Not leiden muß? Warum tust Du denn nichts?" - Da lächelte der liebe Gott versonnen und sprach: " Ich hab' 'was getan!" - "Ich hab Dich geschickt!"

Der Saal der tausend Spiegel

gelbe sonne oranger Hintergrund grüner Zweig vorneEin Hund war im östlichen Teil der Welt unterwegs. Er hatte davon gehört, dass es dort einen Tempel gab, in dem tausend Spiegel zu finden waren. Eines Tages fand er nach langem Wandern den Tempel. Neugierig trat er ein. Er erschrak sehr, als er dort tausende von Hunden sah, die so wie er dort eingetreten waren. Die Hunde standen ihm feindselig gegenüber. Sie knurrten und bellten ihn wild und aufgeregt an! Sie zeigten ihm tausendfach die Zähne und wollten auf ihre Weise diesen Spiegelsaal beherrschen. Dieses Klima gefiel ihm gar nicht und enttäuscht trollte er sich davon!
Kurze Zeit danach fand ein anderer Hund, der wie er von diesem Saaal gehört hatte und auch neugierig darauf geworden war, den Weg zum Spiegelsaal.
Als dieser Hund den Saal betrat, fand er darin tausende von Hunden, die wie er neugierig und freundlich staunden den Speigelsaal betreten hatten. Sie wedelten freundlich mit ihrer Rute und bellten ihm zur Begrüßung munter entgegen!
Was wird dich erwarten, wenn du diesen Spiegelsaal betrittst?

Was die Leute sagen

bunte lachende GesichterWeit weg von den Menschen lebte ein Vater mit seinem Sohn. Als der Sohn größer wurde, hatte er einen Wunsch. "Ich möchte mich in der Welt umsehen und hören, was andere Menschen so meinen", sprach er zu seinem Vater. Dieser schüttelte den Kopf. "Wünsch Dir das nicht, mein Sohn, jeder sagt nämlich etwas anders. Was Du auch tust, nie kannst Du es allen recht machen." "Das glaube ich nicht", der junge Mann gab nicht eher Ruhe, bis sich de Vater mit ihm aufmachte.
So zogen sie in die Welt hinaus. Der Vater schritt voran, sein Sohn ging neben ihm, und am Halfter trabte der Esel. So begegnete ihnen ein Bauer, der sprach "Warum laßt ihr den Esel müßig gehen? Er kann doch einen von Euch tragen." Da rief der Sonh: "Der Mann hat recht! Vater, steig auf!"
Gesagt, getan. Der Vater setzte sich auf den Esel, und der Sohn lief nebenher, bis sie auf zwei Wanderer trafen. Einer der Wanderburschen stieß seinen Kumpel in die Rippen uns sagte: "Es ist eine Unverschämtheit, daß der Vater reitet und den Jungen zu Fuß gehen läßt." Sie schüttelten den Kopf und zogen ihres Weges. Vater und Sohn schauten sich an und tauschten die Rollen. Der Sohn ritt auf dem Esel voraus, und der alte Mann lief zu Fuß hinterher.
Bald trafen sie eine Frau, die im Wald Holz gesammelt hatte. Sie schimpfte: "Es ist eine Schnade, dass der Vater zu Fuß geht, während das feine Söhnchen reitet." Kopfschüttelnd zog sie weiter. Der Sohn schämte sich und meinte zu seinem Vater: "Die Frau hat recht. Setz Dich zu mir auf den Esel, Vater."
Gemeinsam ritten sie weier, bis ihnen die Kutsche eines feinen Herrn entgegenkam. Sie plauderten über Handel und Wandel miteinander. Beim Abschied sprach der vornehme Herr: "Der treue Esel wird bald eingehen, wenn er die schwere Last von zwei Personen weiterhin schleppen muß." So beschlossen sie, das Tier gemeinsam zu tragen. Sie banden ihm die Vorderbeine und die Hinterfüße zusammen, steckten eine Stange hindurch und hoben sich jeder ein Ende davon auf die Schuler.
Ein paar Stunden hatten sie den Esel geschleppt, als sie an eine Wirtshaus kamen. Davor saßen fröhliche Leute. Einer schrie:"Seht die Dummköpfe dort! Die tragen ihren Esel, anstatt auf ihm zu reiten!" Alle lachten. "Wenn die beiden schon nicht reiten wollen, warum führen sie den Esel denn nicht am Halfter hinter sich her?" "Warum tun wir nicht, was die Leute sagen?" fragte der Sohn. "Weil wir so von zu Hause losgezogen sind", antwortete der Vater. "Um es allen recht zu machen, sind wir beide geritten. Wir haben den Esel sogar getragen." "Kann man es denn keinem Menschen recht machen?" fragte der Junge. "Nein, das kann man nicht, mein Sohn, wie Du ja selbst gesehen hast", sprach der weise Vater, "komm, lass uns nach Hause gehen!" Beide waren froh und glücklich, als sie abends wieder in ihrer Hütte saßen. Einem jeden recht getan ist eine Kunst, die niemand kann!

Die üble Nachrede

neues Leben entsteht, Bild rot gelb"Ich werde es bestimmt nicht wieder tun", versprach der Nachbar. "Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe."
Egon sah den jungen Mann ernst an: "Ich habe keinen Grund, meinen Nachbarn in ein Unglück zu stürzen", erwiederte er dann. "Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne in Form einer Wiedergutmachung."
"Ich bin gerne zu allem bereit", gelobte der Nachbar. Egon erhob sich, ging in den Stall und kam mit einer geschlachteten Henne zurück. "Tragt dieses Huhn in euer Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht", sagte er. "Dann kommt wieder zurück und ruft aus dem Federkleid der Henne immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfend. Dies ist der Sühne erster Teil."
Der junge Mann tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor Egon stand und ihm den gerupften Hahn überreichte, frage er: "Und der zweite Teil meiner Buße?" - "Geht jetzt wieder den Weg in euer Haus zurück und sammelt alle Federn wieder ein." Der Nachbar stammelte verwirrt:" Ich kann doch die Federn unmöglich wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?"
Egon nickte ernst: "Dies wollte ich nur hören! Genauso ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen? / nach einer Geschichte aus dem Buch "Heute ist mein bester Tag" von Arthur Lassen

Aus dem Zen

weiße SeeroseWenn du einen Vogel zu fest in der Hand hältst, stirbt er.
Wenn du ich stattdessen loslässt und er davon fliegt, hat er dir von vorne herein nicht gehört. Soll er aber an unserer Seite sein, so kommt er zurück, sobald du ihm die Freiheit geschenkt hast. Genauso ist es mit der Liebe! Liebe ist ein Kind der Freiheit! Knüpfst du Bedingungen an sie, dann stirbt sie. Lässt du sie frei, dann kann sie dir erblühen wie eine Rose.

Verfasser Unbekannt

lachsfarbene RosenEines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zuschreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können, und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen auf geschrieben hatten.
Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen" waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg.
Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er:"Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nachdem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male
gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.
Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes
Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät ist!